Wichtige Vitamine für den Koi

Der Koi benötigt verschiedene Vitamine, damit sein Stoffwechsel ohne Probleme funktioniert, zur Blutbildung und Zellvermehrung, zur Bildung von Bindegewebe oder als wichtiger Bestandteil verschiedener Enzyme. Einige Vitamine kann der Organismus selbst bilden, doch andere müssen von außen zugeführt werden. Dies sind essentielle Vitamine, welche der Koi  mit der Nahrung aufnehmen muss. Nachfolgend gibt es einen Überblick über die wichtigsten Vitamine in der Koi Ernährung und welche Mangelerscheinungen auftreten können, wenn diese Vitamine fehlen.

Was sind Vitamine?

Vitamine sind im eigentlichen Sinne keine Nährstoffe, die den Körper mit Energie beliefern. Vielmehr sind sie Stoffe, die lebenswichtige Funktionen im Körper erfüllen. Kann der Körper diese Vitamine nicht alleine herstellen, ist es daher von großer Bedeutung, dass diese dem Organismus von außen zugeführt werden. Vitamine zählen zu komplexen, organischen Stoffen und werden von Pflanzen, Bakterien oder Tieren synthetisiert. In der unbelebten Natur sind sie nicht zu finden. Vitamine sitzen an wichtigen Schaltstellen im Stoffwechsel, regulieren Abläufe und Prozesse, unterstützen die Energiegewinnung und ein starkes Immunsystem. Ihre Aufgaben sind sehr vielfältig, weshalb es nur ein kleiner Überblick zu den wichtigsten Vitaminen für die Koi geben kann. Fehlen diese Vitamine, kann es zu Mangelerscheinungen kommen, die Tiere stellen das Wachstum ein, magern ab, es entstehen Blutungen oder das Skelett deformiert. 

Übersicht zu den Vitaminen

B1 oder Thiamin dient dem Abbau von Kohlenstoff im Stoffwechsel. B1 findet sich in Hefe, Leber und Herz. Mangelerscheinungen sind Störungen der Muskulatur und Nerven, Blutungen an den Flossen und die Koi magern ab.

B2 oder Riboflavin-Komplex ist wichtig für den Aufbau der Schleimhaut, für die Übertragung von Nervenreizen, findet sich in über 60 Enzymen und spielt eine Rolle im Kohlenhydrat-, Eiweiß- sowie Fettstoffwechsel. Bei einem Mangel ist das Wachstum der Koi gestört, die Schleimhaut nicht durchgängig aufgebaut und es kommt zu Entzündungen der Haut. Die Augen trüben ein und die Nerven sind geschädigt. B2 findet sich in Spinat, Eiern und Weizen.
Zentrale Stellung im Stoffwechsel nehmen die Vitamine Niacin, Panthothensäure und Folsäure ein. Fehlen sie, kann es zu Nervenschäden kommen, sich die Darmschleimhaut entzünden und das Blutbild gestört sein.
B6 oder Pyridoxin sorgt dafür, dass die Körperzellen die verschiedenen Aminosäuren aufnehmen und daraus die zelleigenen Proteine synthetisieren. Bei einem Mangel kommt es zum Wachstumsstillstand, Leber und Nerven werden geschädigt und die Haut sowie Darmschleimhaut entzünden sich.
Fehlt die tierische Komponente in der Ernährung fehlt den Koi Vitamin B12, wodurch minimale Mangelerscheinungen auftreten.
Für die Bildung von Bindegewebe, die Stützfunktion sowie die Festigkeit der Blutgefäße wird Vitamin C benötigt. Bei Mangel sind die Koi anfällig für Infektionskrankheiten, die Haut kann bluten und Verletzungen können nur verzögert heilen.
Fehlt Biotin, welches Bestandteil vieler Enzyme ist, kann der Koi nervös wirken. 

Fettlösliche Vitamine

Fettlösliche Vitamine müssen zusammen mit Fetten gegeben werden, damit der Körper diese aufnehmen kann. Ist die Darmschleimhaut gestört, können diese Vitamine schwerer aufgenommen werden und es kommt zu Mangelerscheinungen.
Vitamin A oder Carotin ist für den Aufbau der Haut und des Epithels sowie deren Schutz zuständig. Bei Mangel kann es zu Blutungen in der Haut und im Mundbereich kommen, die Kiemen können deformieren.
Für den Calcium- und Phosphatstoffwechsel benötigt der Koi Calciferole (Vitamin D1-D7). Fehlen diese Vitamine, kann der Koi Phosphat und Calcium nicht aufnehmen, was wiederum beim Aufbau der Skelettstrukturen fehlt und zu Fehlbildungen führt.
Fehlender Vitamin-E-Komplex führt zu Unfruchtbarkeit, abnormales Schwimmverhalten, Entzündungen der Schwimmblase und Stress.
Für die Blutgerinnung benötigt der Koi Vitamin K1 und K2. Fehlen diese, kann es zu Blutungen kommen. 

Richtige vitaminreiche Ernährung

Mit einer ausgewogenen pflanzlichen und tierischen Ernährung erhält der Koi alles, was er an Nährstoffen und Vitaminen benötigt. Damit die Vitamine nicht durch Hitze oder UV-Strahlung zerstört wird, sollte das Koifutter immer trocken, kühl und dunkel gelagert werden. Somit ist gewährleistet, dass sich die Vitamine im Futter nicht zersetzen und dann keine Vitamine bei der Fütterung mehr in den Koi gelangen. Hochwertiges Koi Futter hält alles bereit, was der Koi braucht und Mangelerscheinungen dürften  nicht auftreten. Ist ein Futter abgelaufen oder vom Vorjahr Reste übrig, sollten diese nicht mehr verfüttert werden.

Vorsicht geboten bei Einsatz von Antibiotika

Die Darmflora bei den Koi ist sehr wichtig, um Vitamine aufzunehmen oder auch selbst Vitamine zu bilden. Daher sollte der Einsatz von Antibiotika nur sehr vorsichtig geschehen. Antibiotika wird bei bakteriellen Infekten eingesetzt. Auch die Darmbakterien können durch diese Antibiotika dezimiert werden, was sich wiederum auf die Versorgung mit Vitaminen auswirkt. Daher sollte Antibiotika nur unter ärztlicher Verordnung und auch nicht länger als nötig eingesetzt werden. Während einer Antibiotika-Behandlung muss dem Futter möglicherweise noch Vitaminpräparate zugeführt werden. 

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