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Die verschiedenen Farben und Zeichnungen beim Koi

Beim Blick in den Koi Teich erfreut sich das Auge an den weißen, schwarzen und roten Tupfer, an den glänzenden Schuppen oder schimmernden Varietäten. Auch wenn diese auf den ersten Blick wild verteilt erscheinen, besitzt jede Koi Varietät ihre besondere, charakteristische Zeichnung. Die Koi besitzen mehrere Hautschichten. Je nachdem wie tief eine Zeichnung sitzt, sagt dies etwas über die Qualität des Tieres aus. Bei der unterschiedlichen Verteilung der einzelnen Farben auf dem Koi wird von einer Zeichnung gesprochen. Die Zeichnung dient der Bestimmung der Koi, sagt aber nichts über ihre Qualität aus. Nachfolgend soll ein kleiner Überblick zu den verschiedenen Farben und Zeichnungen gegeben werden. 

Sumi – die schwarze Zeichnung

Die schwarze Zeichnung beim Koi wird im japanischen Sumi genannt. Dieses ist umso qualitativer, je tiefer sie sitzt. Es gibt Tiere, welche fünf oder sechs Jahre alt sind, bei denen ein leichter dunkler Schimmer darauf hindeutet, dass sich ein schwarzer Fleck entwickelt. Dieser sitzt dann besonders tief und ist daher sehr wertvoll. Diese Zeichnung ist demnach nicht von den ersten Lebenstagen an vorhanden, sondern entwickelt sich erst mit dem Heranwachsen. Eine schwarze, oberflächliche Zeichnung ist meist stumpf und nimmt mit dem Alter in der Ausbreitung zu. Auch mit zunehmenden Alter verbessert sich die Qualität dieser oberflächlichen Zeichnung nicht. Das qualitative Schwarz entwickelt sich mit der Zeit und schiebt sich aus der Unterhaut hervor. Zu Beginn sind die Schuppen grau und färben sich später von der Mitte her lackschwarz glänzend durch. Es wird auch beschrieben wie frisch aufgetragene Tusche. Bei sehr wenigen Fischen entwickelt sich ein blauer Glanz, der fast wie ein Mythos scheint, so selten ist er. 

Strukturierte rote Zeichnung

Bei dieser Zeichnung sind in den roten Flecken die Schuppen zu erkennen. Jede Schuppe in der Zeichnung ist dreidimensional zu sehen. Es sieht so aus, als ob sich die einzelne Schuppe zur Mitte hin vertieft, weil sie an dieser Stelle dunkler erscheint. Die Schuppen sehen wie kleine Schalen auf der Oberfläche des Kois aus, die sich der Körperform anpassen. Diese Oberflächenstruktur lässt sich auch mit der Oberfläche eines Golfballes vergleichen. Am Rand ist die Schuppe etwas dunkler und seidiger gezeichnet, während das Zentrum matt erscheint. Zur restlichen weißen Färbung ist dies eine sehr reizvolle Zeichnung.

Gedeckte rote Zeichnung

Die gedeckte, rote Zeichnung ist seltener unter den roten Zeichnungen und zeichnet sich durch ihre Ebenmäßigkeit aus. In ihrer Fläche lassen sich keinerlei Strukturen erkennen, sondern es erscheint als gleichmäßiger roter Fleck. Diese rote Zeichnung wirkt frischer und heller als die strukturierte Zeichnung. Die Rotfärbung ist zwar nicht so intensiv, doch durch den lackartigen Charakter wirkt es viel intensiver. 

Tancho-Zeichnung

Ein weißer Koi mit einem roten Fleck auf dem Kopf ohne weitere Zeichnungen werden als Tancho bezeichnet. Dabei sollte der Fleck genau auf der Schädelplatte sitzen. Er darf auch nicht die Schuppen des Schultergürtels berühren oder einfärben. Zur Form selbst gibt es keine Vorgabe – diese kann rautenförmig bis oval sein. Er muss auch nicht genau mittig zwischen den Augen sitzen. In Europa wird ein kreisrunder Fleck bevorzugt, der in seiner Ausprägung den Augenrand berührt. Der Untergrund dazu sollte schneeweiß sein, auch Shiroji genannt. Der rote Fleck hebt sich sehr gut ab, wenn die Farbe der Schädelplatten richtig weiß ist. Kommt neben dem roten Fleck weitere rote Flecken auf dem Körper hinzu, wird von einer Maruten-Zeichnung gesprichen. 

Die weiße Farbe

Weiß kann einmal als Untergrund auftreten und einmal als Zeichnung. Dies ist abhängig von den Varietäten. Zumeist bildet das weiß großflächig den Untergrund, auf dem sich dann die rote oder schwarze Zeichnung entwickelt. Je reiner das weiß, umso besser die Qualität. Diese weiße Haut ist sehr dünn, so dass unter Stress die Blutgefäße zu sehen sind. Je reiner die Farbe, umso schärfer ist auch die Abgrenzung zu den Zeichnungen, was gewollt ist in der Zucht.
In der Haut lagern sich auch Stoffwechselprodukte an. Daher ist eine abwechslungsreiche Fütterung sowie eine gute Wasserqualität unabdingbar für ein gutes und gesundes Erscheinungsbild der Koi.

Haut- und Farbqualität 

Auch wenn ein Koi die Anlagen für seine Varietäten-typische Zeichnung besitzt, heißt es nicht, dass sie diese automatisch mit hoher Qualität ausbildet. Dabei sind die Hautpigmente und die Hautbeschaffenheit wesentliche Merkmale für die Qualität. Die beste Farbe zeigen die Tiere, wenn sie einige Tage lang in sehr kühlem, klaren Wasser verbracht haben. Diese Bedingungen finden sie in den japanischen Zuchtteichen im Herbst vor.
Um auch hier in Europa eine solche Farbintensität zu erhalten, empfiehlt es sich, dem Wasser Spurenelemente in Form von Gesteinsmehlen zuzufügen. Auch die Beleuchtungsintensität sollte darauf eingestellt werden. Im Koifutter müssen sich karotinhaltige Stoffe wie Süßwasserkrebse oder getrocknete Meeresschalentiere beigefügt werden. Wird der Koi nicht dabei unterstützt, geht das Farbpotential verloren. 

Dies war nur ein kleiner Einblick in die Zeichnungen der Koi. Bei den einzelnen Varietäten findet ihr mehr dazu. Die Zeichnungen sollten sich gleichmäßig über den Körper des Kois ziehen. Bei Kois, welche eine deutlich sichtbare linke und rechte Hälfte mit Zeichnung haben, sollte diese ausgeglichen sein. Ebenfalls sollte die Zeichnung nicht schwanz- oder kopflastig sein. Dabei sollte der Koi nicht zu 100 Prozent ausgeglichen erscheinen, weil dies wiederum langweilig erscheint. Bereits eine kleine Abweichung vom Ideal macht das Tier interessanter.  

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