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Teichtechnik im Fischteich

Im Bereich der Teichtechnik gibt es inzwischen eine Vielzahl an Produkten für Teichfilter, Pumpe und Zubehör, so dass es nicht immer einfach ist, die richtige Technik für den Teich zu finden. Daher soll dieser Text eine kleine Entscheidungshilfe mit an die Hand geben. Teichpumpen und Filter sind dazu da, damit sich genügend Sauerstoff im Wasser befindet und dieses von Schmutzpartikeln, Algen (Ratgeber: Algen im Gartenteich) sowie Schadstoffen gereinigt wird. Welche Technik am Ende zum Einsatz kommt, ist davon abhängig, wie groß der Teich ist und wie viele Fische in ihm gehalten werden. 

Teichbelüftung für genügend Sauerstoff

Sauerstoff in einem Teich ist für verschiedene Prozesse wichtig. Zum einen werden die Fische mit Sauerstoff versorgt. Aber auch für die biologische Filterung wird Sauerstoff benötigt. Bakterien wandeln das schädliche Ammoniak in Nitrit und später Nitrat um. Dieser Prozess ist sauerstoffabhängig. Damit der Teich nicht an Sauerstoffmangel leidet, muss ihm Sauerstoff zugeführt werden. Die Konzentration an Sauerstoff sollte 8mg/l Wasser betragen. Durch einen Oxygen-Test können die Werte überprüft werden. Die Faustregel besagt, dass die durchschnittliche Pumpleistung, also das in den Teich gepumpte Luftvolumen pro Stunde, rund einem Viertel des Teichvolumens entsprechen.
Neben speziellen Pumpen kann vor dem Filter auch eine sogenannte Venturi-Düse  angebracht werden, die das Wasser mit Sauerstoff anreichert. Auch Fontänen oder Bachläufe sorgen für einen Sauerstoffeintrag ins Wasser.

Überblick über die Filtersysteme

Bei der Wahl der Filtersysteme spielt immer die Teichgröße sowie der Besatz eine Rolle. Bei einem größeren Besatz wird mehr gefüttert als bei einem kleineren. Dies führt wiederum zu mehr Stoffwechselprodukten, so dass der Filter leistungsfähiger sein muss. Daher werden nachfolgend einige Systeme vorgestellt.
Bei kleineren Gartenteichen reichen zweikammrige Filter, während bei größeren Teichen bereits drei Kammern vorhanden sein sollten. Aus dem Wasser werden in der ersten Kammer durch grobmaschige Filter die großen Schmutzpartikel herausgefiltert. Dies ist eine Art Vorfilterung. In den nachfolgenden Kammern wird das Filtermaterial feinporiger, so dass kleine Schmutzpartikel sowie schwebende Stoffe festgehalten werden. Je feiner das Filtermaterial ist, umso mehr Oberfläche besitzt es. Auf dieser Oberfläche siedeln sich Bakterien an, die das Wasser biologisch durch Abbau von Schadstoffen filtern. Je mehr Bakterien angesiedelt sind, umso effektiver kann die biologische Filterung ablaufen.
Damit ein gleichmäßiger Wasserstrom durch den Filter besteht, wird der Filter häufig mit einer Pumpe kombiniert. Diese reichert zudem das Wasser mit Sauerstoff an, was die Bakterien für ihre Stoffwechselprozesse benötigen. Aus dem Filter läuft das Wasser direkt in den Teich zurück oder es kann ein Bachlauf angeschlossen werden, was optisch noch ein wenig hermachen würde. 

Die leistungsstarken Teichfilter

Große Teiche benötigen einen großen, leistungsstarken Teichfilter. Sie funktionieren nach dem gleichen Prinzip, dass das Wasser mechanisch sowie biologisch gefiltert wird, doch sie sind größer konzipiert. Vor solche Filter können Vorfilter installiert werden, die die die großen Schmutzpartikel aus dem Wasser holen. Je besser das Filtersystem an den Teich angepasst ist, umso sauberer ist das Wasser. Ein empfehlenswerter, mechanischer Vorfilter sind die Trommelfilter, bei denen das Wasser über eine große Trommel geführt wird und die Schmutzpartikel in den Maschen hängen bleiben. Für Koi Teiche empfehlen sich Filter aus mehreren Kammern (Kammerfilter) oder Modulen (Modulfilter ). Die einzelnen Module/ Kammern können mit verschiedenen Filtermaterialen bestückt werden – zu Beginn mit groben Materialien beginnen wie Filterbürsten bis hin zu ganz feinem Filtermaterial wie Filtermatten. In einem der vorderen Elemente kann ein UVC-Strahler installiert werden. Dieser tötet durch UVC-Licht Bakterien und Keime ab. Jedes Kompartiment sitzt in einem eigenen Gehäuse und es muss nicht immer der komplette Filter auseinandergebaut werden, um ein Kompartiment zu reinigen. Zumeist lassen sich diese oben öffnen und besitzen im Boden einen Ablauf für das Schmutzwasser. Im ersten Modul sorgt eine integrierte Pumpe für den Wasserstrom.

Druckfilter für kleinere Teiche

Für kleinere Teiche mit einem Fischbesatz unter 3 m³ eignen sich auch Druckfilter für klares, sauberes Wasser. Bei diesen Filtern ist das Filterelement in einem fest verschlossenen Behältnis integriert. Diese Filter können jederzeit in jedem Teich installiert oder aufgebaut werden. Häufig kommen sie bei fertigen Teichbecken oder kleinen Folienteichen bis zu maximal  15 m³ zum Einsatz. Diese Filter müssen nicht geöffnet werden, um sie zu reinigen. Über einen Schalter kann der Filter innen ganz leicht gespült werden.   

Nachgeschaltete Pumpe am Teichfilter

Die meisten Filter funktionieren mit einer vorgeschalteten Pumpe. Jedoch gibt es auch Systeme, bei denen die Pumpe nachgeschaltet ist. Dabei muss der Teichfilter auf gleicher Höhe wie der Wasserspiegel liegen. Dadurch kann das Wasser passiv in den Filter hineinströmen. An den Filterablauf ist eine Kammer angeschlossen, in welcher sich die Pumpe befindet. Die Pumpe saugt das Wasser im Filter ab, im Filter sinkt der Wasserspiegel und aus dem Teich läuft neues Wasser in den Filter hinein. Dies hat den Vorteil, dass die Pumpe nur sauberes Wasser transportiert und dadurch nicht verstopfen kann. Der Verschleiß ist niedriger und die Lebenserwartung länger. Hierbei muss der Wasserspiegel des Teiches jedoch immer konstant gehalten werden.

 

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